FAQ

FAQ – Die häufigsten Fragen an Kfz-Sachverständige zu Unfallgutachten und Co.

Unsere Fahrzeuge sind unsere täglichen Begleiter – wertvolle Begleiter. Nicht erst, nachdem man unverschuldet in einen Verkehrsunfall geraten ist, lohnt es sich also, sich mit einigen Fragen rund um alle Bereiche von Kfz-Gutachten bis Schadenmanagement auseinanderzusetzen. Wir beraten dich natürlich gerne telefonisch zu konkreten Anliegen in Sachen Unfallgutachten, Wertgutachten, Kostenvoranschlag und ähnlichem. Auch zu rechtlichen Angelegenheiten nach einem Autounfall liefern wir dir erste Informationen oder können dir gute Fachanwälte für Verkehrsrecht empfehlen. Hier findest du aber schon vorab Antworten auf die häufigsten Fragen, die immer wieder an die Kfz-Sachverständigen von Gutachterix gestellt werden.

Übrigens: Wenn du dir einen Überblick über unsere FAQs verschaffst, erhältst du nebenbei auch viele wertvolle Tipps und Informationen rund um die Themen Fahrzeugbegutachtung, Schadenregulierung, Kosten und Fallstricke bei fremdverschuldeten Verkehrsunfällen.

Wann brauche ich einen Kfz-Sachverständigen?

Ein unabhängiger Kfz-Sachverständiger wird am häufigsten beauftragt, um ein sogenanntes Schadengutachten nach einem unverschuldeten Unfall durchzuführen. Diese Vorgehensweise verhindert, von der gegnerischen Versicherung über den Tisch gezogen zu werden, indem sie dir nicht alle dir zustehenden Kosten erstattet. Als neutraler Kfz-Gutachter ermittelt Gutachterix die Schäden an deinem Unfallfahrzeug vollständig und dokumentiert sie so, dass das daraus erstellte Schadengutachten einerseits eindeutig die Höhe deiner Ansprüche benennt, andererseits kann es als Beweissicherung dienen. Darüber hinaus führt ein Kfz-Gutachter auch Dienstleistungen wie die Reparaturbestätigung (zur Beanspruchung der Nutzenausfallentschädigung) oder gewisse Wertermittlungen (wie Wiederbeschaffungswert oder Restwert) durch.

Ein Sachverständigenbüro kommt natürlich nicht nur im Falle eines Unfalls zum Zuge. So ermittelt Gutachterix den aktuellen Wert deines Fahrzeugs, falls du deinen Pkw, Bus oder dein Motorrad verkaufen willst. Gerade Sammler versichern sich über ein sogenanntes Oldtimer-Gutachten gerne des Werts ihres Liebhaberstückes.

Habe ich das Recht, einen eigenen Kfz-Gutachter zu wählen?

Eindeutiges Ja. Zunächst solltest du wissen, dass nach einem fremdverschuldeten Unfall für dich automatisch ein Schadensersatzanspruch gegenüber deinem Unfallgegner bzw. seiner Kfz-Versicherung entsteht. Als Geschädigter steht es dir zu, dass dein Schaden vollumfänglich ersetzt wird. Die gegnerische Versicherung wird jedoch versuchen, ihre Kosten möglichst gering zu halten. Deshalb wird man dir eine bestimmte Werkstatt vorschlagen oder behaupten, den Schaden mit Hilfe eines Versicherungsgutachters oder Versicherungsmitarbeiters schon zuverlässig zu regulieren. Darauf solltest du dich nicht einlassen! Du hast das gesetzlich zugesicherte Recht, einen unabhängigen Sachverständigen sowie bei Bedarf einen Fachanwalt hinzuzuziehen.

Die Beauftragung eines Unfallgutachters ist dem einfachen Kostenvoranschlag einer Werkstatt vorzuziehen. Denn wir als professionelle Kfz-Gutachter bewerten und dokumentieren den Schaden ungleich detaillierter. Zudem listet Gutachterix auch über die reine Reparatur hinausgehende Faktoren wie eine etwaige Wertminderung oder die Summe deiner Nutzungsausfallentschädigung auf.

Die Kosten für das Schadengutachten hat bei einem Haftpflichtfall grundsätzlich die gegnerische Versicherung zu übernehmen. (Es sei denn, es handelt sich um einen selbstverschuldeten Unfall.) Selbstverständlich ist es dir gestattet, auch bei Kasko-Schäden einen Gutachter zu beauftragen. Dann hast allerdings du die Kosten zu tragen.

Warum sollte ich Gutachterix vertrauen statt der Versicherung oder Werkstatt?

Die gegnerische Versicherung schlägt dir nach einem Unfall womöglich vor, ihren eigenen Gutachter heranzuziehen. Es liegt auf der Hand, dass dieser im Interesse der Versicherung handelt. Das Ziel wird sein, möglichst wenig an dich auszahlen zu müssen. Posten wie zum Beispiel der Nutzungsausfall oder eine Wertminderung fallen dabei in der Regel unter den Tisch. Denke daran: Du hast als Geschädigter das Recht, einen unabhängigen Gutachter zu wählen und solltest Mitarbeiter der gegnerischen Versicherung tunlichst ablehnen.

Auch mit einer Werkstatt fährst du deutlich schlechter. Die Kernkompetenz einer Autowerkstatt liegt nun einmal lediglich darin, beschädigte Fahrzeuge zu reparieren. Doch dir als Geschädigter stehen im Rahmen der Schadenregulierung oft deutlich umfangreichere Entschädigungsleistungen zu als lediglich die Instandsetzung und Übernahme von deren Kosten. So liegt es nicht im Aufgabenbereich von Werkstätten, die Wertminderung deines Fahrzeugs zu bestimmen – dabei würde dir für diesen Posten eine Entschädigungszahlung zustehen. Du würdest auch auf Entschädigungszahlungen für den Nutzungsausfall oder auf einen kostenfreien Mietwagen verzichten. Letztlich fehlt es der Werkstatt oder dem Autohaus auch an der Kompetenz in Sachen der rechtlichen Abwicklung. Das kann für dich einen erheblichen Aufwand in der Kommunikation mit der gegnerischen Versicherung und in der Folge sogar eine Kürzung des anerkannten Schadens bedeuten.

Anders als eine Werkstatt ermittelt oder bestimmt Gutachterix zahlreiche Faktoren, die sich zu deinen Gunsten auswirken oder die Regulierung erleichtern – darunter die Reparaturwürdigkeit (manches Fahrzeug ist gar nicht mehr wert, repariert zu werden), die Reparaturdauer, die Wiederbeschaffungsdauer oder der Restwert. Gutachterix erkennt Vor- und Altschäden und ermittelt – bei gewerblich genutzten Fahrzeugen – den Verdienstausfall. Wir geben dir also eine unabhängige Beratung und umfassende Hilfe bei der Abwicklung des Schadens. Nicht zuletzt gilt das rechtssichere Gutachten von Gutachterix vor Gericht als Beweissicherung.

Fazit: Entscheidest du dich als Geschädigter „falsch“, verzichtest du zugunsten der Versicherung auf viel Geld.

Wo findet die Begutachtung statt?

Das Sachverständigenbüro Gutachterix betreibt bundesweit Niederlassungen. Im Umkreis von rund 50 Kilometer um diese Städte führen wir Gutachten durch. Dabei können wir dein Fahrzeug je nach Sachverhalt am Unfallort, bei dir zuhause oder auch in einer Werkstatt begutachten.

Kosten für die Anfahrt oder das Gutachten entstehen dir nicht. Diese muss im Falle eines unverschuldeten Unfalls die gegnerische Versicherung übernehmen.

Was kostet ein Kfz-Gutachten?

Um beziffern zu können, was dich eine Fahrzeugbewertung kostet, gilt es zunächst zu unterscheiden: Benötigst du ein Schadengutachten nach einem fremdverschuldeten Unfall? Dann lautet die gute Nachricht, dass es dich gar nichts kostet. Laut Gesetz ist die gegnerische Versicherung verpflichtet, die Kosten für den – unabhängigen und von dir frei wählbaren – Kfz-Gutachter zu tragen. Sind Sachlage und Haftungsfrage eindeutig, rechnen wir für dich unkompliziert direkt mit der Versicherung ab. Keine Sorge, die entsprechende Abtretungserklärung verursacht keine Kosten für dich, zu keinem Zeitpunkt. (Eine Ausnahme von dieser Regelung bilden sogenannte Bagatellschäden. In diesem Fall könnte ein Kurzgutachten das Mittel der Wahl sein. Bei einem fremdverursachten Schaden entstehen auch hierbei keine Kosten für dich.)

Handelt es sich um ein Kaskoschadengutachten oder eine von einem Unfall unabhängige Begutachtung bzw. Wertermittlung, setzen sich die Kosten aus diversen Faktoren zusammen. Wir kalkulieren im Verhältnis zu Schadenhöhe und Umfang der Begutachtung.

Soll ich ein Gutachten oder einen Kostenvoranschlag wählen?

Als Unfallgeschädigter solltest du in den meisten Fällen ein Gutachten erstellen lassen. Das ist – ab einem Schaden von 750 Euro – völlig kostenfrei, holt aber gleichzeitig die bestmögliche Entschädigung für dich heraus. Beachte: Schon kleine und unscheinbare Kratzer oder nicht sofort ersichtliche Schäden hinter der Karosserieabdeckung können diese sogenannte Bagatellschadensgrenze von 750 Euro deutlich übertreffen. Solltest du dir unsicher über den Umfang des Schadens sein, kannst du uns kostenlos und unverbindlich für eine Erstberatung kontaktieren.

Denn begnügst du dich mit einem Kostenvoranschlag, entgehen dir vielfache Entschädigungsleistungen, weil dabei wichtige Faktoren nicht ermittelt werden: So erfährst du weder die Wertminderung, noch den Restwert, zudem lässt du dir die Nutzungsausfallsentschädigung entgehen. Um einen Kostenvoranschlag zu erstellen, bedarf es keiner Achs- oder Rahmenvermessung. Doch dabei treten nicht selten erhebliche unsichtbare Mängel zutage. Gegnerische Versicherungen versuchen unwissende Geschädigte oft zu einem Kostenvoranschlag zu drängen, obwohl ein Kfz-Gutachten angebracht wäre. Gehe auf keinerlei Vorstöße in dieser Richtung ein, ohne dich von unabhängiger Stelle beraten zu lassen! (Die gute Nachricht lautet: Selbstverständlich erstellen wir auf Wunsch auch Kostenvoranschläge, die für den Auftraggeber bei einem fremdverursachten Schaden kostenfrei sind.)

Soll ich den Gutachter der gegnerischen Versicherung kommen lassen?

Es wirkt auf den ersten Blick wie ein Entgegenkommen: Vermeintlich als nette Serviceleistung bietet die gegnerische Versicherung dir als Unfallgeschädigten an, im Rahmen ihres Schadenmanagements einen eigenen Mitarbeiter zur Begutachtung vorbeizuschicken. Lehne solche Vorschläge unbedingt ab! Du hast als Geschädigter das Recht, einen unabhängigen Kfz-Gutachter zu beauftragen. Die Kosten muss nach ständiger Rechtsprechung die Versicherung des Unfallverursachers tragen. Ganz egal, was die Versicherung behauptet.

Vorsicht: Hat man der Beteiligung des Versicherungsgutachters einmal zugestimmt, kann man nachträglich nicht mehr einen eigenen Gutachter auf Kosten der Versicherung bestellen. Das könnte notwendig werden, falls der Versicherungsgutachter vermeintlich ein falsches Gutachten erstellt hat. Deshalb solltest du von Beginn an darauf bestehen, deinen eigenen unabhängigen Gutachter zu wählen.

Hilft Gutachterix bei der Abwicklung des Unfallschadens?

Ja! Gutachterix bietet dir ein echtes "Rundum-sorglos-Paket". Als serviceorientiertes und kundenfreundliches Team von Sachverständigen können wir dich auch bei der Inanspruchnahme einer Wertminderung, bei der Buchung eines Mietwagens über die Dauer der Reparatur, bei der Suche nach spezialisierten Werkstätten sowie vielen weiteren, nach einem Unfall notwendigen Tätigkeiten unterstützen.

Mit Hilfe unserer Rechtsabteilung unterstützen wir dich auch bei der Durchsetzung von Schmerzensgeld aufgrund von Verletzungen oder bei der Durchsetzung von Verdienstausfall.

Wie läuft eine Begutachtung ab?

Für die meisten Geschädigten spielt vor allem die Dauer bis zur endgültigen Regulierung des Schadens eine Rolle. Deshalb gleich die beruhigende Info vorneweg: Bei einem Unfallgutachten dauert es von deiner Kontaktaufnahme über die Schadenaufnahme bis hin zum Erhalt des Gutachtens im Schnitt nur 2 Werktage.

Was passiert in dieser Zeit? Eine Begutachtung beginnt damit, dass sich der Sachverständige zunächst einen ersten Überblick über dein Fahrzeug und die offensichtlichen Schäden verschafft. Ist das betreffende Pkw, Motorrad oder Wohnmobil in einem gepflegten Zustand? Wie steht es um Lack und Reifen? Nach dem Allgemeinzustand nimmt Gutachterix dann die beschädigte Stelle bzw. die Stellen genauer in Augenschein. Wichtig ist es dabei, zu erkennen, ob das Fahrzeug noch verkehrstüchtig ist, ob eventuell versteckte Schäden vorhanden sein könnten und weitere Messungen durchgeführt werden müssen oder ob es sich sogar um einen Totalschaden handeln könnte.

Alle Beobachtungen werden feinsäuberlich dokumentiert und zusätzlich auf Fotos festgehalten. Zudem nimmt ein Kfz-Gutachter den Kilometerstand und weitere relevante Daten aus den Fahrzeugpapieren auf. Am Fahrzeug selbst hält sich der Sachverständige ca. 30 bis 60 Minuten auf. Dann begibt er sich ins Büro, wo er sich daransetzt, das Gutachten auszuformulieren und den Schaden sowie daraus folgend Reparaturdauer und Kosten zu kalkulieren. Das mehrseitige Dokument wird dir nach sorgfältiger Fertigstellung umgehend per Post zugeschickt. Parallel übernehmen wir (für dich kostenfrei) auch die Abwicklung des Schadenersatzes, sodass du keinen Papierkrieg mit der Versicherung führen musst.

Wie ist ein Schadengutachten aufgebaut?

Welche Inhalte sollte ein fachgerechtes Schadengutachten aufweisen? Um diese Frage zu klären, hilft es, Sinn und Zweck des Unfallgutachtens zu betrachten. Einerseits soll es zur korrekten Schadenabwicklung beitragen, andererseits als Beweissicherung dienen. Deshalb sollte das jedes Gutachten für alle Beteiligten verständlich, klar und logisch verfasst sein. Kurz zusammengefasst dokumentiert der Sachverständige den derzeitigen Zustand des Fahrzeugs, um daraufhin Umfang und Kosten der zu erwartenden Reparatur, notwendige Ersatzteile (mitsamt Kosten), etwaige Lackierarbeiten sowie die daraus resultierende Arbeitszeit mitsamt Kosten für die gesamte Instandsetzung des Fahrzeugs zu beziffern.

Des Weiteren macht ein qualifiziertes Kfz-Gutachten Angaben zum Wert des Fahrzeugs (z. B. merkantiler Minderwert, Restwert, Wiederbeschaffungswert). Auch zusätzlich zur Reparatur anfallende Kostenfaktoren sollten enthalten sein: So könnte Anspruch auf Nutzugsausfallentschädigung bestehen oder dir Geld für einen Mietwagen zustehen.

Insgesamt besteht das Schadengutachten dann aus der einleitenden Zusammenfassung (die sogenannte Nationale), der Aufzählung und detaillierten Erklärung aller Schäden, der Kostenkalkulation, einiger Begleittexte (Vorschäden, angewandte Stundensätze, Restwert etc.) sowie einem umfangreichen Anhang aus Fotomaterial. Je nach Schaden kommen dabei bis zu 30 Seiten zusammen. Letztlich gipfelt das Dokument in der Schlussfolgerung des Sachverständigen. Er schätzt ein, ob das Fahrzeug überhaupt reparaturwürdig ist – und gibt die Reparaturkosten mit dem geforderten Mehrwertsteuersatz an. Achtung: Letzteren zahlt die gegnerische Versicherung nur aus, wenn du das Fahrzeug tatsächlich reparieren lässt. Denn du hast ja auch die Möglichkeit zur „fiktiven Abrechnung“.

Kann ich mir den Schaden auszahlen lassen? Was ist die fiktive Abrechnung?

Nach einem Kfz-Haftpflichtschaden hast du nicht nur freie Gutachterwahl. Du kannst auch entscheiden, ob du den Schaden tatsächlich (vollumfänglich) reparieren, oder ob du dir im Rahmen der Schadenregulierung lediglich die Kosten erstatten lässt. (Eine Ausnahme bildet die 130-Prozent-Regelung.) Diese Variante nennt sich fiktive Abrechnung – und sie ist völlig legal. Denn, so sieht es die Rechtsprechung, an deinem Fahrzeug ist ja ein tatsächlicher Schaden entstanden. Dies mindert den Wiederverkaufswert so und so. Allein dies berechtigt dich zu einer Entschädigung. Beachte jedoch, dass dabei die Mehrwertsteuer nicht erstattet wird. Die wäre ja nur bei erbrachten Werkstattleistungen fällig geworden.

In der Praxis sind es meist Bagatellschäden, bei denen Unfallopfer fiktiv abrechnen. Meist wäre es aufwendiger und lästiger, wegen eines winzigen Kratzers eine Werkstatt aufzusuchen. Auch bei älteren Fahrzeugen, die im Wert ohnehin schon stark gefallen sind oder deren Zustand nicht mehr also wichtig angesehen wird, eignet sich die fiktive als guter Weg der Schadensregulierung. Nicht zuletzt wählen diese Art der Abrechnung häufig Geschädigte, die versiert sind im Umgang mit Fahrzeugen und eigenhändig (und damit günstiger als der Profi) die Reparatur durchführen wollen.

Was ist eine Reparaturbestätigung?

Wie der Name schon sagt: Bei einer Reparaturbestätigung handelt es sich um ein Dokument, in dem der Gutachter offiziell zwei Dinge beglaubigt: zum einen, dass an deinem beschädigten Fahrzeug Reparaturen durchgeführt wurden; zum anderen, in welchem Umfang dies stattgefunden hat. Denn bei einem Kfz-Haftpflichtschaden steht es dir ja frei, ob du überhaupt reparieren lässt (Stichwort fiktive Abrechnung), ob du lediglich für die Verkehrssicherheit deines Fahrzeugs sorgst, oder ob du eine komplette, an einem Schadengutachten orientierte Reparatur in Anspruch nimmst.

Wann brauche ich eine Reparaturbestätigung?

Nach einem fremdverschuldeten Verkehrsunfall lohnt es sich immer, dir eine Reparaturbestätigung von einem Sachverständigen aushändigen zu lassen. Damit begibst du dich im Zweifelsfall gegenüber der gegnerischen Versicherung in eine vorteilhafte Position. Du kannst offiziell belegen, dass dein Pkw oder dein Motorrad fachgerecht instandgesetzt wurde. Mit dem Dokument sicherst du dich zudem ab, wenn du dein Fahrzeug später verkaufen willst, oder falls es zu einem weiteren Schaden an derselben Stelle kommen sollte. In diesem Fall versuchen Versicherungen oft, den neuen als alten Schaden abzutun. Mit einer Reparaturbestätigung bist du diesbezüglich aus dem Schneider. Nicht zuletzt benötigst du das Dokument zum Nachweis eines Nutzungsausfalls. Solltest du dein Fahrzeug wegen des unverschuldeten Unfalls nicht nutzen können, steht dir nämlich für diesen Zeitraum die sogenannte Nutzungsausfallentschädigung zu.

Kann ich mir die Werkstatt frei aussuchen?

Nach einem fremdverschuldeten Unfall versucht die Versicherung des Unfallverursachers in der Regel, die eigenen Kosten so klein wie möglich zu halten. Eine Taktik dabei lautet, auf freie oder Partnerwerkstätten zu verweisen. Dort sind womöglich die Stundensätze niedriger, unter Umständen mangelt es aber auch manchen Ersatzteilen an Qualität. Auf solche Vorschläge musst du jedoch nicht eingehen! Genauso wie du einen eigenen Gutachter auswählen darfst, steht dir die Rechtsprechung die freie Wahl der Werkstatt zu.

Was bedeutet „scheckheftgepflegt? Spielt scheckheftgepflegt eine Rolle?

Die Frage, ob ein Fahrzeug „scheckheftgepflegt“ ist, führt regelmäßig zum Streit zwischen Versicherungen und Geschädigten bei einem Autounfall. Als scheckheftgepflegt gilt dein Fahrzeug nur, wenn du die herstellerseitig vorgesehenen Inspektionen nachweislich in einer Fachwerkstatt durchführen lässt.

Zwar dürfen Hersteller heutzutage ihre gesetzliche Gewährleistungspflicht nicht mehr davon abhängig machen, ob du Inspektionen, Reparaturen oder Ölwechsel in einer freien oder in der Vertragswerkstatt durchführen hast lassen. Doch im Rahmen einer Schadenregulierung kürzen Versicherungen oft die vom Gutachter ermittelte Summe, wenn du zur Inspektion oft die Freien aufgesucht hast. Sie argumentieren dann meist mit deiner Schadenminderungspflicht – ganz nach dem Motto: Wenn du früher bereits günstiger reparieren hast lassen, steht dir auch nach einem Schaden nur die günstige Variante zu.

Ist dein Auto scheckheftgepflegt, steht dir übrigens auch bei fiktiver Abrechnung Schadensersatz in Höhe der in einer Markenwerkstatt anfallenden Reparaturkosten zu. (Nicht zuletzt lohnt es sich, sein Auto „scheckheftgepflegt“ zu halten, da sich das bei einem späteren Verkauf positiv auswirkt.)

Hinweis: Ist dein Fahrzeug zum Unfallzeitpunkt maximal drei Jahre alt, können im Rahmen der Schadenkalkulation auch bei nicht scheckheftgepflegten Fahrzeugen die höheren Markenwerkstatt-Stundensätze angesetzt werden.

Steht mir nach einem Unfall ein Mietwagen zu?

Du bist unverschuldet in einen Autounfall geraten? Dann steht dir (unabhängig von der Erstattung der Reparaturkosten) während der Zeit der Reparatur deines Fahrzeugs ein Mietwagen zu. Die Kosten muss die gegnerische Kfz-Versicherung übernehmen. Die Reparaturdauer mitsamt der entsprechenden Mietwagenklasse ermittelt nur ein Kfz-Gutachter – eine Werkstatt und deren Kostenvoranschlag machen darüber in der Regel keine Angaben!

Was ist ein Bagatellschaden?

Der Begriff des Bagatellschadens ist im Grunde selbsterklärend. Eine Bagatelle ist laut Definition eine unbedeutende Angelegenheit, etwas Geringfügiges, eine Kleinigkeit. Dementsprechend handelt es sich bei einem Bagatellschaden um einen Schaden, der nicht besonders ins Gewicht fällt – weder bei der Reparatur, noch bei den Kosten. Die Rechtsprechung ordnet in der Regel alles bis zu einer Schadenhöhe von im Schnitt rund 750 Euro als Bagatellschaden ein. Das spielt nach einem Unfall insofern eine Rolle, als dass die gegnerische Versicherung bei einem Bagatellschaden ablehnen darf, Kosten für ein Kfz-Gutachten zu erstatten. Sie wird von dir verlangen, lediglich einen Kostenvoranschlag einer Werkstatt einzureichen. Keine Sorge: Gutachterix erstellt auch professionelle Kostenvoranschläge, die bei eigener Unschuld kostenfrei sind.

In vielen Fällen kannst du als Laie kaum beurteilen, ob es sich um einen Bagatellschaden handelt. Kontaktiere am besten einen Kfz-Sachverständigen. Gutachterix gibt gern eine erste Einschätzung ab und berät dich hinsichtlich der Entscheidung, ein Gutachten erstellen zu lassen, oder es bei einem Kostenvoranschlag zu belassen. Eine Alternative zum Kostenvoranschlag könnte das sogenannte Kurzgutachten sein.

Was ist ein Kfz-Kurzgutachten?

Nicht immer lohnt sich die Erstellung eines umfassenden Unfallgutachtens. Gerade bei kleinen oder Bagatellschäden ist der Aufwand oft unnötig und wird auch selten erstattet. Um aber dennoch den Vorteil einer Beweissicherung zu genießen, kommt ein Kurzgutachten in Frage. Dabei nimmt der Kfz-Sachverständige dein Fahrzeug professionell in Augenschein und dokumentiert die Ergebnisse in Wort und Bild. Ein einfacher Kostenvoranschlag hält den Schadenumfang nicht fest.

Was ist eine Abtrittserklärung?

Die Abtrittserklärung erleichtert sowohl dem Kfz-Sachverständigen als auch dem Geschädigten die Schadenregulierung. Zudem beschleunigt sie den Vorgang. Mit der Unterschrift erlaubst du dem Gutachter, die Kosten für seine Dienstleistung direkt bei der gegnerischen Versicherung geltend zu machen. Damit musst du nicht in Vorkasse gehen und bleibst unbehelligt. Ansonsten hat die Abtrittserklärung keinerlei Einfluss auf deinen Schadensersatz.

Hast du weitere Fragen? Fehlt eine FAQ?

Falls du die Antwort auf eine Frage in unseren FAQs noch nicht gefunden hast, zögere bitte nicht, dich direkt bei uns zu melden. Als serviceorientierter Gutachter liegt uns viel daran, für Transparenz zu sorgen und Unklarheiten zu beseitigen. Wir freuen uns auf deinen Anruf oder deine Nachricht.

Fragen zum Thema Unfallgutachten?

Du benötigst einen unabhängigen Sachverständigen in München oder Umgebung? Du hast Fragen Zum Inhalt oder zum Ablauf eines Kfz Gutachtens? Nimm gerne Kontakt zu uns auf. Gutachterix kümmert sich sofort um dein Anliegen – auch am Wochenende!